Kyiv Symphonie Orchester und Valery Sokolov: „Hoffnung“

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Konzert
Solist: Valery Sokolov, Violine; Musikalische Leitung: Stephan Frucht; Konzerteinführung: 19:15 Uhr, Großer Saal (Martin Weller)

Das Kyiv Symphony Orchestra ist ein staatliches Orchester mit einer reichen, bald fünfzig Jahre währenden Geschichte, das dem Publikum in der Ukraine und im Ausland symphonische Musik zeitgemäß vermittelt und präsentiert. Dabei wird es von besonderen Überzeugungen geleitet: höchste Qualität der Aufführungen, Zugänglichkeit, Bewahrung des kulturellen Erbes der Ukraine und die Förderung neuer symphonischer Werke.

Vor dem Großen Krieg unternahm das Orchester Tourneen in die Niederlande, nach Italien, in die Schweiz, nach Spanien, Deutschland, Südkorea, Frankreich und Polen und arbeitete mit berühmten Solist:innen wie Michel Legrand, José Carreras, Montserrat Caballé und vielen anderen berühmten Musiker*innen zusammen. Das Orchester ist auch bei vielen bedeutenden Ereignissen in der Ukraine aufgetreten, darunter der Tag der Synode, der hundertste Jahrestag der Ukrainischen Volksrepublik und die Jahrestage der Revolution der Würde.

Am 12. April 2023 gaben die Berliner Philharmoniker, eine der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Welt, offiziell ihre Entscheidung bekannt, die Schirmherrschaft über zwei ukrainische Sinfonieorchester zu übernehmen – das Kiewer Sinfonieorchester und das Jugendsinfonieorchester der Ukraine.

Seit Juni 2022 hat das Kyiv Symphony Orchestra auf Initiative und mit Unterstützung von Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckhart und ihrer Kolleg:innen aus dem Kulturausschuss des Deutschen Bundestages eine Residenz in der thüringischen Stadt Gera eingerichtet. Das Orchester nutzt diese Residenz für regelmäßige Konzerte und Tourneen.

Ludwig van Beethoven schrieb 1807 die Ouvertüre zu „Coriolan“ (op. 62) in c-Moll als Schauspielouvertüre zum gleichnamigen Drama von Heinrich Joseph von Collin. Beethoven bildete damit einen neuen Typus von Orchestermusik heraus: Nie zuvor wurde der Gehalt einer Geschichte in einem einsätzigen Orchesterstück so dicht nachvollzogen und direkt ausgedrückt.

Etwas von dem Kampf, etwas Gutes in eine tragische und böse Welt voller Machtstreben hineinzutragen, erzählt das einsätzige, durchkomponierte 2. Violinkonzert des Ukrainischen Komponisten Yevhen Stankovych aus dem Jahr 2006. Die von ukrainischer Volksmusik beeinflussten Melodien durchziehen das ganze Konzert, mal tragisch, mal tröstend, mal kämpfend, mal in Schreie ausbrechend und unvermutet im Nichts abbrechend. Angesichts des menschlichen Leids in der Ukraine ist Stankovychs 2. Violinkonzert aktueller denn je.

Schuberts letzte Sinfonie wurde postum am 21. März 1839 im Gewandhaus in Leipzig unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt. Aufgrund des Wertes, den Schubert dieser Sinfonie selbst zuschrieb, und nicht zuletzt zur Unterscheidung von der sehr viel kürzeren (und daher oft als „Kleine C-Dur“ bezeichneten) 6. Sinfonie, erhielt sie nachträglich den Beinamen „die Große“.

Bei seinen Auftritten im Ausland erfüllt das Orchester nun schon im zweiten Jahr seine Aufgabe als Kulturbotschafter der Ukraine und präsentiert der Welt die ukrainische klassische Musik auf höchstem Leistungsniveau.

Konzerteinführung: 19:15 Uhr, Großer Saal (Martin Weller)

Programm:
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zum Trauerspiel „Coriolan“ c-Moll op. 62
Yevhen Stankovych: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 
Franz Schubert: „Große“ Sinfonie C-Dur D 944

Solist: Valery Sokolov, Violine
Musikalische Leitung: Stephan Frucht

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