Fremder als der Mond

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Theater sonstige
Mitreißende Brecht-Revue aus Liedern, Dichtungen sowie autobiographischen Aufzeichnungen und Briefen!

Bertolt Brecht war nicht nur Stückeschreiber, Theatertheoretiker, politischer Denker und Gründer des Berliner Ensembles, sondern auch ein begnadeter Lyriker und Singer-Songwriter avant la lettre. „Fremder als der Mond“ verwebt Brecht-Lieder von Hanns Eisler und anderen mit Dichtungen sowie autobiografischen Aufzeichnungen und Briefen zu einer musikalisch-fragmentarischen Lebenserzählung.

Da ist zunächst – erster Akt – der junge Brecht in Augsburg, München und dem Berlin der Zwischenkriegsjahre. Von unbedingtem Schaffensdrang getrieben, sucht er als Dichter und Sänger seinen Platz. Er verzeichnet erste Erfolge mit Stücken wie „Trommeln in der Nacht“ und der Gedichtsammlung „Hauspostille“ und wird schließlich mit der „Dreigroschenoper“ über Nacht zum Star. Doch sein Ruhm wird bald von der Machtübernahme Hitlers überschattet. Einen Tag nach dem Reichstagsbrand verlässt Brecht Berlin.

Es beginnt – zweiter Akt – eine lange Zeit des Exils in Dänemark, Schweden, Finnland und schließlich Kalifornien. Die Verheerungen des Weltkrieges kommentiert er scharfzüngig aus der Distanz. In der Mitte seines Lebens ist er besonders produktiv, doch seine dramatischen Meisterwerke wie „Leben des Galilei“, „Mutter Courage“, „Arturo Ui“ oder „Der kaukasische Kreidekreis“ entstehen allesamt zunächst für die Schublade. Es fehlt die Bühne, die sie spielt.

Nach Kriegsende – dritter Akt – verlässt er die USA und kehrt 1948/49 nach einem Zwischenstopp in der Schweiz zurück ins nun geteilte Deutschland. Er lässt sich in Ostberlin und Buckow nieder und gründet mit Helene Weigel das Berliner Ensemble. Jetzt könnte es nochmal richtig losgehen für den Theaterrevolutionär Brecht doch da klopft auch schon der Tod an die Tür. Auf das Londoner Gastspiel der „Mutter Courage“ kann er, der lebenslang Herzkranke, nicht mehr mitreisen. Er stirbt mit nur 58 Jahren.

„Das größte Ereignis des Abends ist Katharine Mehrling. Wo soll man mit der Lobeshymne anfangen und wo enden? Mehrling schafft es, den Liedern von Brecht einen Sound zu geben, den es seit Gisela May nicht mehr gegeben hat: schroff und zart, melodisch und wieder ins Sprechende wechselnd, einfach unnachahmlich.“ (Die Welt)

Mit Katharine Mehrling und Paul Herwig sowie Adam Benzwi und Karola Elßner, Ralf Templin, Otwin Zipp (Live-Musik)
Choreografie: Leslie Unger
Musikalische Leitung: Adam Benzwi

Inszenierung: Oliver Reese

Zu beiden Terminen bieten wir Ihnen eine Werkeinführung jeweils in der Cafeteria an!

Am 21.09. um 19:00 Uhr
Am 22.09. um 17:30 Uhr

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Terminübersicht

Samstag, den 21.09.2024

19:30

Sonntag, den 22.09.2024

18:00

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Theater Wolfsburg

Klieverhagen 50
38440 Wolfsburg

05361 2673-38

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