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Forschungsmuseum Schöningen

 (Bildrechte: © Sebastian Petersen)

Nahe der bedeutendsten archäologischen Fundstelle der Welt steht das Forschungsmuseum Schöningen, das den sensationellen Fundkomplex rund um die ältesten Jagdwaffen der Menschheit - die Schöninger Speere - präsentiert.

Aus dem paläon wurde im Juli 2019 das Forschungsmuseum Schöningen - es ist das siebte Landesmuseum in Niedersachsen.

Die Schöninger Speere - eine Weltsensation!

Schöningen im Jahr 1994: Im Rahmen einer Rettungsgrabung machen Archäologen im örtlichen Tagebau eine Entdeckung, die unser Bild vom Urmenschen auf den Kopf stellt.

Inmitten eines Jagdlagerplatzes finden sie mehr als 10.000 Knochen von Wildpferden sowie sieben Holzspeere, weitere Speerbruchstücke, eine Lanze und ein Wurfholz. Eine echte Weltsensation. Denn niemals zuvor wurden so alte und vollständig erhaltene Jagdwaffen aus Holz gefunden. Etwa 300.000 Jahre blieben die Fundstücke dank ungewöhnlich günstiger geologischer Verhältnisse erhalten.

Die Dauerausstellung

Entdecke den UrMensch in dir!
Im Forschungsmuseum Schöningen verbinden sich Erlebnis und Wissenschaft zu einem innovativen Ausstellungskonzept. Den Höhepunkt markieren die weltweit einzigartigen Schöninger Speere. In der Dauerausstellung wird durch lebendige Geschichten rund um die Schöninger Speere ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Sie reisen etwa 300.000 Jahre zurück und treffen die ersten Bewohner Niedersachsens.

Die Ausstellung wurde von Experten konzipiert - u. a. aus dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz. Mehrere Ausstellungsbereiche sind künstlerisch inszeniert. Die interaktiven Elemente verdienen Aufmerksamkeit, weil mit diesen Medien viele Informationen spielerisch und interessant dargestellt sind.

Das Forschungsmuseum Schöningen - Moderne Architektur von Weltrang

Von weither sichtbar ragt das Museum aus der Landschaft und signalisiert den Ort als bedeutende archäologische Fundstelle.
Das moderne Gebäude wurde vom renommierten Züricher Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen entworfen.

Die Außenhaut des Museums wirkt wie ein überdimensionaler Spiegel, der die umgebende Landschaft reflektiert und somit eins mit der Umgebung wird. Durch großformatige, scharfe Einschnitte in die Hülle werden weitläufige, faszinierende Ausblicke zur Fundstelle der Speere und zur Grube des Braunkohletagebaus, zu der nahen Waldlandschaft und zu den weidenden Wildpferden inszeniert.

Die Parkanlage

So wie die Parkanlage gestaltet ist, könnte die Umgebung ausgesehen haben, als die frühmenschliche Jägergruppe auf der Suche nach Beute durchs Land zog. Hier gibt es einiges zu entdecken: Auf einem Erlebnisparcours mit verschiedenen interaktiven Stationen können Kinder die Natur spielerisch wahrnehmen. Ein Erlebnisspielplatz in Sichweite der Terrasse des Museums ist für Kinder und Eltern entspannend.
Neben der Parkanlage erstreckt sich der ehemalige Braunkohletagebau, der heute zu den bedeutendsten archäologischen Fundplätzen der Welt zählt. Durch seine geologische Besonderheit ist der Tagebau eines der wichtigsten Archive für die Menschheits- und Klimageschichte.

Außerschulischer Lernort

Das Museum legt besonderen Wert auf die pädagogische Aufarbeitung der Ausstellung im Sinne der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und ist seit Dezember 2011 vom Niedersächsischen Kultusministerium als außerschulischer Lernort anerkannt.

Das Museum ist ein einzigartiger Lernort, an dem Fragen der Menschheitsgeschichte mit Fragen zur Zukunft des Menschen verbunden werden. Komplexe Inhalte rund um die Steinzeit und den Fund der Schöninger Speere rücken hier in direkten Bezug zur eigenen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und geben Impulse zur Reflexion.

Mitmachen und dabei sein

  • Das Museum ist anerkannter außerschulischer Lernort der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE)

Tipps

  • Barrierefrei. Das gesamte Gebäude und die Terrasse sind barrierefrei für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Anfahrt mit dem Auto ist zu empfehlen. Am Museum sind spezielle Parkplätze ausgewiesen. 
  • Anreise. Das Museum befindet sich in Schöningen an der Landstraße 652. Bitte geben Sie in Ihr Navigationssystem folgende Adresse ein: Paläon 1, 38364 Schöningen (GPS-Koordinaten: N 52.12728 E 10.99308 oder N 52 07 38.0 E 10 59 13.2