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Schloss Museum Wolfenbüttel

 (Bildrechte: Michael Miklas)

Das Welfenschloss Wolfenbüttel ist das zweitgrößte Schloss Niedersachsens und wird Sie mit seiner prunkvollen und atemberaubenden Architektur sowie original ausgestatteten Prunkgemächern beeindrucken!

Vom adligen und bürgerlichen Leben – Besuch zweier Museen in Wolfenbüttel

Das Welfenschloss

In der mächtigen Vierflügelanlage residierten die Herzöge aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg über 320 Jahre lang. Von ihrer glänzenden Hofhaltung künden noch heute die Prunkfassade des Schlosses und die zwischen 1690 und 1740 gestalteten Repräsentationsräume, die noch heute, ausgestattet mit originalen und wertvollen Objekten die Geschichte und Kulturgeschichte des Wolfenbütteler Herzoghofes und der Welfenresidenz lebendig halten. Aus dem Zeitalter des Absolutismus können Sie im Museum eine Vielzahl bemerkenswerter Objekte zum bürgerlichen Leben der letzten 300 Jahre bestaunen. Das Welfenschloss ist das einzige Residenzmuseum des Absolutismus und des Barocks in der Region des Braunschweiger Landes.

Blick in die Ausstellung Made in Wolfenbüttel des Schloss Museums 2021/2022
Blick in die Ausstellung Made in Wolfenbüttel des Schloss Museums 2021/2022 (Foto: Stadt Wolfenbüttel)

Sonderausstellung: Made in Wolfenbüttel vom 22. Oktober 2021 bis zum 27. März 2022

Anhand von 200 Exponaten zeigt die Ausstellung Erfindungen, Produkte und Werke, die in den vergangenen 500 Jahren in der Stadt Wolfenbüttel entstanden und zum Teil weltweit einmalig sind.

Made in Wolfenbüttel steht genauso für Weltunternehmen wie für Regionalität. Mit dieser Ausstellung kehrt das Museum Wolfenbüttel auch zu seinen Ursprüngen zurück: Die erste museale Sammlung, die am 18. Februar 1894 im Lessinghaus vom Wolfenbütteler Gewerbeverein initiiert wurde, präsentierte eine Auswahl Wolfenbütteler Werke und Erzeugnisse“, sagte Dr. Sandra Donner, Leiterin des Schloss Museums Wolfenbüttel. „Wir möchten zeigen, welche Ideen aus Wolfenbüttel in die Welt hinausgezogen sind, den Sprung über die Stadtgrenzen nicht geschafft haben oder einfach nur in Vergessenheit geraten sind – zu Recht oder zu Unrecht.“

Fünf Jahrhunderte Innovationen und Ideen in Wolfenbüttel
Rückblick: Als erste arbeitstätige Gruppe wurden in Wolfenbüttel die Schneider aktenkundig, denen Herzog Heinrich der Jüngere 1538 einen Gildebrief ausstellte. Im 18. Jahrhundert waren die Wolfenbütteler Gärtner ein wichtiger Faktor des hiesigen Wirtschaftslebens, im Zeitalter der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts wurde die Eisenbahn zum „Motor“ der Wirtschaft. Mit der Landmaschinenfabrik der Gebrüder Welger wurde schließlich der erste Globalplayer Made in Wolfenbüttel geboren.  Wolfenbüttel ist auch die Stadt, in der Gotthold Ephraim Lessing mit seinem Werk Nathan der Weise eines der wichtigsten Dramen der deutschen Aufklärung schuf und Michael Praetorius Musikgeschichte schrieb. „Talent, Kreativität und Mut stehen immer am Anfang dieser Geschichten, die im Scheitern oder im Triumph enden können. Über den Weg zum Erfolg oder Misserfolg entscheidet nicht nur Können, Wissen oder die innovative Idee, sondern oft unternehmerisches Geschick, passende Gegebenheiten und das scheinbar Nebensächliche“, so Dr. Donner weiter.

Vom Jägermeister-Urahn bis zum Yellow Camp
Zum Who is Who der Wolfenbütteler Erfindungen und Innovationen, die in der Ausstellung gezeigt werden, gehört u. a. das bis heute verwendete liturgische Gerät der Hauptkirche, das Instrumentenbuch des Welfenherzog Julius, eine Leihgabe aus dem Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel, Ecklebes Perplex Verwandlungstisch, die erste produzierte Jägermeister-Flasche und das Yellow-Camp, ein Zelt, mit dessen Hilfe Menschen in einem Krisengebiet überleben können und das mit einem Fallschirm aus z. B. einem Helikopter abgeworfen werden kann.

Filmstationen mit Wolfenbütteler Unternehmer:innen
Was bedeutet für sie Made in Wolfenbüttel heute und in 20 Jahren? Wie wichtig ist ihnen der Standort Wolfenbüttel? Diese und weitere Fragen beantworten neun Wolfenbütteler Unternehmer und Unternehmerinnen, die mit ihren Firmen in ganz unterschiedlichen Branchen produzieren, in Filminterviews. Unsere Partner bei den Filmaufnahmen waren Florian Rehm und Walter Sandvoss, die für die Firma Jägermeister sprechen, Georg Weber für MKN, Udo Borgmann für PANACOUSTIC, Prof. Wolf-Rüdiger Umbach, für das hier produzierende Handwerk Carsten Richter und Susanne Röder, Matthias Roßberg als Entwickler von neuen Ideen und Dr. Christian Lechelt, der zum Fürstenberger Porzellan spricht, weil die Manufaktur in Wolfenbüttel gegründet wurde.

Mitmachen und dabei sein

  • Führungen
    Das Tourenangebot reicht von der öffentlichen Sonntagsführung, der Erlebnis- und Familienführung mit dem herzoglichen Tanzmeister Monsieur de La Marche (auch für Schulklassen) bis zu Gruppenführungen.
  • Audioguide
    Ein kostenloser Audioguide in deutscher, englischer und französischer Sprache und für Kinder steht zur Verfügung, nach Anmeldung auch für Gruppen (Telefon 05331 9246-0).
  • Ein barrierefreier Zugang
    ist nach telefonischer Anmeldung mit dem Fahrstuhl möglich.