Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Das Gutsherrenhaus Walkenried - Ein authentischer Ort wird zu neuem Leben erweckt

  • Datum: 6. Mai 2020
  • Kommentare: 0
Frontansicht des sanierten Gutsherrenhauses in Walkenried (Bildrechte: Andreas Greiner-Napp)
Foto von Der Löwe
Der Löwe
Alle Beiträge (2)

Im Auftrag der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) sanierten Kleineberg Architekten das denkmalgeschützte Gutsherrenhaus am ZisterzienserMuseum. Es wurde wieder zu neuem Leben erweckt, um zukünftig auch als eines von drei Welterbe-Informationszentren der Stiftung Welterbe im Harz zu fungieren.

Die ereignisreiche Geschichte des Walkenrieder Gutsherrenhauses begann im Jahre 1854. Seitdem wechselten sowohl die Nutzung als auch die Besitzer. Zuletzt stand das repräsentative Gebäude leer und verfiel zusehends, bis Architekt Uwe Kleineberg, spezialisiert auf die Sanierung und Umnutzung denkmalgeschützter Bauten, den Auftrag der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) erhielt, es als eines von drei Welterbe-Informationszentren der Stiftung Welterbe im Harz instand zu setzen. Wie „Schneewittchen im Tiefschlaf“  kam es ihm vor und nach rund fünfjähriger Arbeit erstrahlt das Gutsherrenhaus endlich wieder in voller Pracht.

„Schneewittchen ist wieder erwacht!“ sagt Architekt Uwe Kleineber.

Um das hochkarätige Baudenkmal vor dem Verfall zu retten, investierte die SBK einen mittleren Millionenbetrag für eine umfassende Sanierung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. „Der herrschaftliche Anspruch, den das Haus einst ausstrahlen sollte, ist jetzt wieder erkennbar“, sagt Bert Härtl, Geschäftsführer von Kleineberg Architekten und Projektleiter, zufrieden mit dem Ergebnis der Arbeit seines Teams.

Das Dach wurde mit Schiefer neu eingedeckt, die Fassade nach historischem Putz- und Farbkonzept saniert und das sind nur einige Sanierungsmaßnahmen, die die imposante Außenansicht zum neuen Leben erwecken.

Die Restaurierungen im Inneren des Gebäudes sind nicht minder beeindruckend: das Ziegelstein-Gewölbe im Untergeschoss, die prächtige Holztreppe, das herrschaftliche Treppenhaus, der große Saal im Obergeschoss. Alles wurde im Originalzustand erhalten.

Im ersten Obergeschoss wird das Welterbe-Informationszentrum eingerichtet. Auf der 180 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche werden die Welterbestätte „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“ präsentiert. Im Erdgeschoss wird die Verwaltung des ZisterzienserMuseums eingerichtet. Die Stiftung Welterbe im Harz übernimmt auch die Trägerschaft von Klosteranlage und Museum. Die Gebäude bleiben im Eigentum der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Mehr Infos zum ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried gibt es hier

Weiterführende Informationen

Welterbestätte „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“

Das Welterbe im Harz misst eine Gesamtfläche von 220 Quadratkilometern und weist zahlreiche musealen Standorte und öffentlich zugängliche Bodendenkmäler auf. Weitere Welterbe Infozentren werden in Goslar und Clausthal-Zellerfeld eingerichtet.

Informationen:

https://www.welterbeimharz.de/
https://www.kloster-walkenried.de/

Videos:

https://www.der-loewe.info/auf-den-spuren-der-wasserkraft
https://www.der-loewe.info/eine-archaeologische-schatztruhe

ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried