Zum Inhalt springen

Klosterkirche u. Zisterziensermuseum Riddagshausen

 (Bildrechte: ZeitOrte/Schnaudt)

Klosterkirche u. Zisterziensermuseum Riddagshausen

Klostergang 65, 38104 Braunschweig 0531 372900 Google Maps ÖPNV

Riddagshausen ist geprägt durch die von Zisterziensermönchen im 12. Jahrhundert angelegte Teichlandschaft und die Klosteranlage. Die 1275 geweihte Klosterkirche gilt neben dem Magdeburger Dom als erster gotischer Bau auf deutschem Boden.

Klostergarten und Themengärten

An der Ostseite der Kirche befindet sich ein nach historischem Vorbild angelegter Klostergarten. Im Kräutergarten, im Gemüse- und Färberpflanzengarten und in der Obstwiese wird das gärtnerische und medizinische Wissen der Zisterzienser sichtbar.
Im Sommerhalbjahr werden Führungen und Veranstaltungen mit kulinarischem und musikalischem Schwerpunkt im Klostergarten angeboten. Zusätzlich laden 5 über das Gelände verstreute Themengärten zu einer Erkundung des Klostergeländes, zu Besinnung und Meditation ein.
Im ehemaligen Klostergelände befindet sich auch ein Naturschutzgebiet, der ehemalige Gutshofpark; auch er kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Museum

Das Torhaus beherbergt das Zisterziensermuseum, das die Baugeschichte der Klosterkirche, die Geschichte und Lebensweise der Zisterziensermönche dokumentiert. Dort können auch Kirchenführer und Andenken erworben werden.

Geschichte

Im Jahr 1145 wurde hier in Riddagshausen von Zisterziensermönchen ein Kloster gegründet, das unter dem Schutz Herzog Heinrichs des Löwen und Kaiser Ottos des IV. schnell wuchs und gedieh. Die Mönche legten eine Teichlandschaft an, die zum ersten Naturschutzgebiet Deutschlands erklärt wurde und inzwischen den Rang eines Europareservates hat; es ist durch ein gut ausgebautes Wegenetz erschlossen.
Die 1206 begonnene und 1275 geweihte Klosterkirche ist neben dem Magdeburger Dom der erste gotische Bau auf deutschem Boden. Sein französisches Vorbild verrät er besonders durch den sehr seltenen rechteckigen Kapellenumgang.

In den Wirren der Reformationszeit wurde das Innere der Kirche mehrfach zerstört. Im 16. und 17. Jahrhundert erhielt die Klosterkirche eine barocke Innenausstattung, die die zisterziensische Schlichtheit der Kirche kontrastiert, ohne die Harmonie des Baus zu zerstören.

Die Klosterkirche erhebt sich in einzigartiger Weise inmitten der Teichlandschaft und ist heute evangelische Gemeindekirche mit Gottesdiensten und Andachten, die bewusst auf eine breitere Öffentlichkeit ausgerichtet sind. Sie hat sich auch als Konzertkirche für Orgelmusik und Gregorianik einen Namen gemacht.
 

Mitmachen und dabei sein

  • Es werden verschiedene Führungen angeboten.
  • Für Kindergruppen und Schulklassen gibt es eigene Führungen zu ermäßigten Tarifen.

Tipps

  • Jeden Sonntag finden Gottesdienste und regelmäßig Konzerte in der Klosterkirche statt.
  • Jeden Freitag um 17 Uhr wird eine Kompaktführung angeboten (kostenfrei). Es wird eine Spende erbeten.