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Kloster Isenhagen

 (Bildrechte: Klosterhofmuseum Isenhagen)

1. April bis 15. Oktober

Di. - So.: 14:30 - 17 Uhr

Letzter Einlass ist 16:30 Uhr

Erwachsene: 5 €

Gruppen ab 20 Pers. (bitte anmelden!): 4 €

Kurzführung: 3 €

Schüler, Studenten, Schulklassen: 2 €

Das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster Isenhagen ist eines der sechs evangelischen Heideklöster und liegt am Ortsrand von Hankensbüttel in der Südheide Gifhorn. Die erhaltenen mittelalterlichen Gebäudeteile und Kunstobjekte sind zu besichtigen.

Das Kloster im Wandel der Zeit

Das 1243 von der Herzogin Agnes, einer Schwiegertochter Heinrichs des Löwen, gestiftete Kloster ist im ersten Jahrhundert seines Bestehens zweimal verlegt worden. Um 1345 erbaute man es dann am heutigen Standort. Kirche und Kreuzgang blieben ohne Gewölbe, was mit dem Ausbruch der Pest während der Bauzeit erklärt wird. Das erst nach 1500 eingefügte Kreuzgewölbe im Ostkreuzgang wird von Kalksteinkonsolen getragen. Diese stammen noch aus der Bauzeit des Klosters und zeigen korrespondierende Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.

Nach der Einführung der Reformation durch den Celler Herzog Ernst den Bekenner wurde das Kloster 1540 in einen evangelischen Konvent umgewandelt, der bis heute unter Wahrung alter Traditionen besteht. Das Kloster Isenhagen wird als selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts von einer Äbtissin geführt.

Noch heute lebt hier ein Konvent unter Leitung einer Äbtissin. Wertvolle liturgische Textilien, Altargerät, Bücher und Urkunden bezeugen die Frömmigkeit vergangener Zeiten. 

Im Kapitelsaal, der zur katholischen Klosterzeit einer der wichtigsten Räume war, finden heute Vorträge und  kammermusikalische Veranstaltungen statt. Auch kann hier standesamtlich geheiratet werden.

Kunstschatz

Eine Anzahl mittelalterlicher und gotischer Truhen und Schränke im früheren Dormitorium und in den Gängen ergeben eine eindrucksvolle Entwicklungsreihe historischer Möbelkunst. 

Alte Urkunden, wertvolle Goldschmiedearbeiten, seltene Bücher und kostbare Textilien können Sie besichtigen. Die Stickereien, teilweise mit Korallen, Süßwasserperlen aus der Umgebung und Schmuckblechen besetzt, entstanden zwischen 1300 und dem Ende des 15. Jahrhunderts. 

Der Kunstschatz des Klosters Isenhagen war und ist Teil der Wohn- und Sakralräume. Viele Kunstwerke finden sich noch an ihrem angestammten Platz. Sie zeugen von der jahrhundertealten Geschichte des Klosters und seiner Bewohnerinnen.

Mitmachen und dabei sein

  • Das Kloster kann im Rahmen einer Führung vom 1. April bis zum 15. Oktober besichtigt werden.
  • Gruppen ab 20 Personen werden gebeten, sich zuvor für eine Führung anzumelden.