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Archäologie- und Landschaftspark Kaiserpfalz Werla

 (Bildrechte: ZeitOrte/Schnaudt)

Ihre Blüte erlebte die Pfalz Werla im frühen Mittelalter, vor allem im 10./11. Jahrhundert. Eine bemerkenswerte Erweiterung erfuhr die Anlage im 12. Jhdt., ehe im 13. Jhdt. ihr Niedergang einsetzte.

Das Projekt

Der Archäologie- und Landschaftspark "Kaiserpfalz Werla" visualiert die Forschungsergebnisse zur Entwicklung von Werla. Träger des Projektes Archäologischer Park "Kaiserpfalz Werla" sind das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege /Bezirksarchäologie Braunschweig, die Gemeinde Werlaburgdorf, die Samtgemeinde Schladen und der Landkreis Wolfenbüttel.

Den weiteren Ausbau und den Betrieb des Archäologischen Parks "Kaiserpfalz Werla" verantworten der UNESCO-zertifizierte GeoPark Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen und FEMO e.V., beide mit Sitz in Königslutter.

Was es schon zu sehen gibt

Der Archäologie- und Landschaftspark „Kaiserpfalz Werla“, dessen Konzept dank umfangreicher Förderung u.a. durch das Land Niedersachsen, mehrere Stiftungen (Curt Mast Jägermeister-Stiftung, V+R-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland, Niedersächsische BINGO-Stiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit und Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) und nicht zuletzt der EU in den kommenden Jahren umgesetzt werden kann, wird die neuen Forschungsergebnisse zur Entwicklung von Werla visualisieren.

Einige Funde aus den Grabungen von 1936 bis 1939 können im Heimathaus Alte Mühle Schladen, Mühlenstraße 1, besichtigt werden.
Öffnungszeiten: Jeden 1. Sonntag im Monat, 14.00-17.00 Uhr.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (Hannover), dem Max Planck-Institut für Rechtsgeschichte (Frankfurt/Main) und vor allem die Einbindung in das von der Leibniz-Gemeinschaft getragene, am Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz koordinierte europäische Projekt „Reiterkrieger – Burgenbauer. Die frühen Ungarn und das "Deutsche Reich" vom 9. bis 11. Jahrhundert“ sind die Forschungen zu Werla in ein weites, internationales Netzwerk eingebunden.

Die laufenden Ausgrabungen, aber auch alle weiterführenden Arbeiten werden maßgeblich unterstützt durch den Förderverein "Archäologischer Park Kaiserpfalz Werla" (1. Vorsitzender Frank Oesterhelweg MdL, Bürgermeister von Werlaburgdorf).

Hätten Sie es gewusst?

Auf der Kaiserpfalz Werla im Landkreis Wolfenbüttel residierten einst leibhaftige Könige. Heute hält eine ganz andere Königin im nahe gelegenen kleinen Flecken Werlaburgdorf Hof: 

Die Gärtnerei Lehnhoff produziert dort auf 16 Hektar die edelste aller Blumen und ist damit bundesweit der größte Produzent von Freilandschnittrosen.

Eine außergewöhnliche Frau Sonderausstellung

 

Ein Sensationsfund auf der Kaiserpfalz Werla

Eine "außergewöhnliche Frau" präsentiert das Braunschweigische Landesmuseum in der Archäologie in der Kanzlei -  und widmet dem Sensationsfund von 2010 im ZeitOrt Kaiserpfalz Werla eine Ausstellung, die den kulturhistorischen und religiösen Hintergrund einer ungewöhnlichen Bestattung beleuchtet

Die aktuelle Sonderausstellung der Archäologie in der Kanzlei präsentiert die herausragenden Funde aus dem Jahr 2010, die während einer Grabung mit Studenten der TU Braunschweig entdeckt wurden. Die Gruppe um den Bezirksarchäologen entdeckten ein Frauengrab, dessen Ursprung rund 4500 Jahre älter als der Zeithorizont der Kaiserpfalz ist. Und nicht nur der Bestattungszeitpunkt der zwischen 40 und 50 Jahre alten Frau ist ungewöhnlich, auch die Bestattung an sich gibt viele Rätsel auf. So wurde in dem Grab noch ein kleines Kind und eine weitere Frau gefunden und auf den Gräbern befanden sich unzählige Tonkrüge. Beides weist auf einen bis dahin nahezu unbekannten Bestattungsritus hin.
Die Ausstellung in dem Museum stellt den besonderen Fund in den Kontext seiner Ursprungszeit und zeigt kulturhistorische und religiöse Hintergründe auf. Ergänzt wird die Präsentation durch weitere Objekte, die im Boden vom ZeitOrt Kaiserpfalz Werla schlummerten.

Mitmachen und dabei sein

  • Die zugänglichen Bereiche sind jederzeit besuchbar.
  • Es gibt die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen.

Tipps

  • Parkplätze sind an der Abzweigung von der L 615, auf halbem Wege zwischen Werlaburgdorf und Schladen angelegt, 950 Meter von der Schutzhütte auf dem Kerngelände der Werla.
  • Für Busse gibt es einen Wendehammer, 550 Meter von der Schutzhütte auf dem Kerngelände der Werla.
  • Der in Teilen rekonstruierte ZeitOrt Kaiserpfalz Werla ist in Randbereichen weiterhin eine Archäologische Ausgrabung.