Zum Inhalt springen

Landwirtschaftliches Museum Böckwitz mit Grenzausstellung

 (Bildrechte: ZeitOrte)

Die Museumsausstellung erinnert an die deutsche Teilung und ihre persönlichen Schicksale. Auf einer Fläche von einem Hektar umfasst der Ausstellungsbestand mehr als 10.000 Exponate wie Bild-, Ton- und Originalmaterialen aus der Zeit von 1950 - 1989.

Das Museumsgelände

Das Museumsgelände befindet sich auf einem alten Bauernhof im ehemals geteilten Doppeldorf Böckwitz/Zicherie an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Auf dem Museumshof stehen außerdem eine Museumsscheune, in der sich eine Schmiedeausstellung und die Festtenne befinden und ein historisches Backhaus.

Der angelegte blühende und duftende Bauerngarten ist ein sinnlicher Ort des Verweilens. Zur Grenzausstellung gehören noch der Grenzlehrpfad, ein original erhaltener Grenzbeobachtungsturm mit Besteigungsmöglichkeit und der Europastein auf der Europawiese.

Grenzlehrpfad Museum Böckwitz

Der zentrale Standort des Grenzlehrpfades ist südlich des ehemals geteilten Doppeldorfes Böckwitz/Zicherie. In Böckwitz und südlich davon wird die deutsch-deutsche Teilung von 1945-1989 durch authentische Grenzanlagen dargestellt. Neben dem noch vorhandenen Original Beobachtungsturm - einer Führungsstelle der 1. Grenzkompanie im I. Grenzbataillon im GR-23 befindet sich dort im Grenzland auch die Europawiese mit dem Gedenkstein und der Aufschrift „Wir sind ein Europa“. Der Europastein wurde am 10. Juni 1990 anlässlich eines Europafestes enthüllt. In Zicherie steht der Gedenkstein zum Tag der Deutschen Einheit mit der Aufschrift „Deutschland ist unteilbar“ vom 17. Juni 1958.

Der Beobachtungsturm kann besichtigt werden. Führungen auf dem Grenzlehrpfad sind nach telefonischer Vereinbarung möglich, Tel.: 039008-87114 (Frau Franke) oder 039008-80045 (Museum Böckwitz).

Kurt Lichtenstein Denkmal

Das Lichtenstein-Denkmal ist vom Beobachtungsturm aus in südlicher Richtung zu erreichen (zwischen Zicherie und Kaiserwinkel). Hier -an der Kreisstraße K 85 zwischen Kaiserwinkle und Zicherie - weist ein Mahnmal auf die tragische Ermordung des Journalisten Kurt Lichtenstein hin, der am 12.10.1961 aus Dortmund kam, um für die westfälische Rundschau einen authentischen Bericht über die Teilung Deutschlands zu verfassen. Als er sich mit Landarbeitern aus der DDR unterhielt, die gerade beim Kartoffelroden waren, wurde Kurt Lichtenstein aufgrund des illegalen Grenzübertrittes an der noch unbefestigten Grenze angeschossen und verstarb im Kreiskrankenhaus Klötze.

Mitmachen und dabei sein

  • Besichtigung des Beobachtungsturmes

Tipps

  • Gruppen sind nach vorheriger Anmeldung willkommen
  • Kinder bis 10 Jahre zahlen keinen Eintritt.