Zum Inhalt springen

Portal zur Geschichte - Sammlung Frauenstift Gandersheim

 (Bildrechte: Portal zur Geschichte)

Das Portal zur Geschichte lädt an authentischen Orten in der Stiftskirche und im Kloster Brunshausen zu einer dauerhaften Geschichtspräsentation der besonderen Art ein.

Stiftskirche Gandersheim - Schätze neu entdecken

Die romanische Stiftskirche prägt mit ihrer eindrucksvollen Doppelturmfassade noch heute die historische Altstadt Gandersheims. 852 gründete der sächsische Graf Liudolf mit seiner Frau Oda eine geistliche Frauengemeinschaft, die rund 1.000 Jahre die Stadt prägte. Unter den Ottonen kam das Frauenstift zu einer ersten Blüte. Zu dieser Zeit waren Könige und Kaiser häufig im Stift zu Gast. Entdecken Sie mit dem Portal zur Geschichte die Wirkungsstätte der ersten deutschen Dichterin und Stiftsdame Roswitha von Gandersheim. Es erwarten Sie Altäre und Skulpturen, kostbare Reliquien und Schatzstücke aus der Zeit vom frühen Mittelalter bis zum Barock. 

 (Bildrechte: Portal zur Geschichte)
Blick in den Ausstellungsraum "Vision" (Foto: Portal zur Geschichte)

Klosterkirche Brunshausen - Starke Frauen – Feine Stiche

Brunshausen ist die Keimzelle des Gandersheimer Stiftes. Hier gründeten Graf Liudolf und seine Frau Oda den Frauenkonvent. Nach dem Umzug der Stiftsdamen 881 nach Gandersheim, waren Benediktinerinnen auf dem Hügel beheimatet. In der ehemaligen Klosterkirche ist heute die Ausstellung „Starke Frauen – Feine Stiche“ zu sehen. Kostbare Textilien, wie frühmittelalterliche byzantinische Seide oder ein prächtiges, barockes Behangensemble, können hier neben den spannenden Biographien von Äbtissinnen, Kanonissen und Prinzessinnen entdeckt werden. Ein Audioguide – neben Deutsch auch in Englisch erhältlich – führt Sie durch die Ausstellung und über den Klosterhügel.

 (Bildrechte: Portal zur Geschichte)
Blick auf das barocke Behangensemble im Bereich des Chors der ehemaligen Klosterkirche Brunshausen. (Foto: Portal zur Geschichte)

Sommerschloss Brunshausen - Barocke Sammelleidenschaft

Die Fürstäbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meinigen verhalf im 18. Jahrhundert dem Stift zu einer letzten Blütezeit. In Brunshausen ließ sie sich ein Sommerschloss errichten, in dem sie „bey favorablem Wetter“ residierte. Hier ließ sie auch ihre Kunst – und Naturaliensammlung einrichten. Die Sammlungsräume wurden mit eindrucksvollen Wandmalereien geschmückt, die noch heute große und kleine Gäste in ferne Länder und vergangene Zeiten entführen: das alte Ägypten oder das antike Rom. Herrschaftliche Gemälde und kostbare Bücher bieten einen Eindruck der barocken Sammelleidenschaft Elisabeths. Auch für diese Ausstellung ist ein zweisprachiger Audioguide erhältlich.  

 (Bildrechte: Portal zur Geschichte)
Blick in den großen Stiftssaal des Sommerschlosses. (Foto: Portal zur Geschichte)

Brunshausen als Außenkommando von Buchenwald

Im Kloster Brunshausen richteten die Nationalsozialisten von 1944 bis 1945 ein Außenkommando des Konzentrationslagers Buchenwald ein. Politische Häftlinge verschiedenster Nationen mussten in den nahegelegenen Heinkelwerken Zwangsarbeit leisten. Vor der Fertigstellung der Häftlingsbaracken mussten diese in der ehemaligen Klosterkirche schlafen. Auf der Empore der Klosterkirche wird an dieses dunkle Kapitel der Geschichte des Klosterhügels erinnert. Bei Interesse kann eine spezielle Führung zu diesem Thema gebucht werden.

Mitmachen und dabei sein

Tipps

Schlagworte