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Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt

 (Bildrechte: P. Sierigk, Braunschweig / Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)

1576 wurde in Helmstedt die erste braunschweigische Landesuniversität eröffnet. Sie bestand bis 1810. Mehr als 400 Professoren und über 45 000 Studenten wurden gezählt. Der Ruf der Professoren reichte weit über das Braunschweiger Land hinaus.

Eine Zeitreise in die Universitätszeit Helmstedts

1576 eröffnete Herzog Julius in Helmstedt die erste braunschweigische Universität. König Jérôme von Westphalen veranlasste Ihre Schließung 1810. Insgesamt wurden mehr als 300 Professoren und Gelehrte sowie über 45000 Studenten an der Academia Julia gezählt.

Ab 1592 errichtete Hofbaumeister Paul Francke im Stil der Spätrenaissance das bis heute erhaltene prachtvolle Hauptgebäude mit Aula, Bibliothek, Wein- und Bierkeller, in dem sich das Museum befindet. Hier stellen seltene Originale wie eine Kalenderscheibe aus der Gründungszeit der Universität eine authentische Verbindung zu ihrer Geschichte her.

 (Bildrechte: Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)
Der Universitätsgründer Herzog Julius zu Braunschweig und Lüneburg. (Foto: Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)

Universitätsleben zwischen Gelehrtenstube und Karzer

Das Epitaph eines in Helmstedt mit nur 26 Jahren verstorbenen Doktors der Medizin und der Mathematik zeichnet ein eindringliches Lebensbild eines Akademikers des 18. Jahrhunderts. Aus dem Alltagsleben der ehemaligen Helmstedter Studenten sind von ihnen an Türen und Fenstern eingeritzte Inschriften ausgestellt. Das Portrait des geheimnisumwitterten Gottfried Christoph Beireis erinnert an den außergewöhnlichen Professor, der Goethe sowie Achim von Arnim zu literarisch verarbeiteten Besuchen in Helmstedt veranlasste und Ludwig Bechstein zum Roman „Die Geheimnisse eines Wundermannes“ inspirierte.

Frauenleben

Die oft schwere körperliche Arbeit der Frauen führt ein jungsteinzeitlicher Mahlstein vor Augen.

Portraits, weibliche Accessoires wie Korsett, Sonnenschirm und Tanzstundenfächer sowie die Tagebuchaufzeichnungen einer Förstertochter von 1892 erinnern an Frauenleben in historischer Zeit.

Besondere Spielzeuge für Mädchen waren Puppenhäuser, mit denen sie spielerisch auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet wurden. Das Museum präsentiert ein schlichtes Puppenhaus aus den wirtschaftlich schwierigen 1930er Jahren sowie - als Gegensatz - eine prächtig mit Porzellan und Kupferkesseln ausgestattete Puppenküche von 1835 aus einem angesehenen Handwerkerhaushalt.

 (Bildrechte: P. Sierigk, Braunschweig / Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)
Scherzglas mit Fischdarstellung. (Foto: P. Sierigk, Braunschweig / Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)

Bergbau im Landkreis Helmstedt

Salz und Braunkohle zählen zu den bedeutenden Bodenschätzen im Landkreis Helmstedt.

Ein großes historisches Modell gibt einen Überblick über den Braunkohlenabbau bei Helmstedt vor rund 70 Jahren. Die 1972 letzte in der Kirche von Alversdorf gehaltene Predigt, bevor Kirche und Dorf dem Tagebau weichen mussten, belegt  die erheblichen Lebensveränderungen durch den Bergbau.

Siedesalz aus der ehemals weltbekannten Saline in Schöningen  sowie Steinsalz aus dem Untertageabbau in Grasleben verweisen auf die über 1000 Jahre alte Geschichte der Salzgewinnung im Landkreis Helmstedt.

 (Bildrechte: Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)
Innenansicht des Ausstellungsraumes im historischen Kellergewölbe (Foto: Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt)

Tipps

  • Kostenloser Eintritt
  • Führungen
  • Schlecht-Wetter-Tipp
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