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Stadtmuseum Schloss Wolfsburg

 (Bildrechte: Stadtmuseum Schloss Wolfsburg)

Modern an jahrhundertealtem Ort: Erfahren Sie bei einem Rundgang durch das Stadtmuseum Wissenswertes über die 700 Jahre alte Wolfsburg, eine Schlossanlage der norddeutschen Renaissance, ihre Baugeschichte und ihre einstigen Bewohner.

Von der Mittelalter-Burg zum Renaissance-Schloss

Namensgeberin der mit rund 80 Jahren jungen Stadt ist die Wolfsburg. Von Rittern aus dem Geschlecht derer von Bartensleben vor mehr als sieben Jahrhunderten errichtet, diente sie diesen zur Verteidigung und als Sitz für ihr land- und forstwirtschaftliches „Unternehmen“. Dieses bescherte seinen Besitzern zeitweilig so viel Reichtum, dass sie um 1600 die Burg zum Renaissance-Schloss umbauen ließen. Architektonische Stilelemente dieser Epoche im hiesigen Raum finden sich bis heute in der Gestaltung der Giebel oder verschiedener Innenräume. An den mittelalterlichen Ursprung erinnern noch immer der Bergfried und die Wappen der Burggründer mit einem über Korngaben springenden Wolf.

Spuren des Barock in Wolfsburg

Trugen die Burg- und Schlossherren mehr als 400 Jahre den Namen von Bartensleben, so übernahmen um 1750 die Grafen von der Schulenburg die Herrschaft. Beide Familien verband Anna Adelheit Catharina, die als eine von Bartensleben geboren wurde und mit Adolph Friedrich Reichsgraf von der Schulenburg verheiratet war. Nach dem Tod von Brüdern, Ehemann und Vater stand sie einige Jahre an der Spitze des Hauses. Ihr Porträt von 1745 im Stadtmuseum zeigt eine resolute Dame in typisch spätbarocker Mode.

An den einst von den Großeltern jener Gräfin angelegten Barockgarten nördlich des Schlosses erinnert noch heute eine Grünanlage mit Buchsbäumen und einer Terrasse.

Modern an jahrhundertealtem Ort

Das Stadtmuseum zeichnet in den Schlossremisen ein Porträt der jungen, rund 80-jährigen Stadt Wolfsburg, das sich von der nationalsozialistischen Planung und Realität einer „vorbildlichen Arbeiterstadt“ über die „Wirtschaftswunderstadt“ bis zur heutigen Großstadt spannt. Mitunter schrille Exponate wie ein komplett erhaltener Frisiersalon aus den 1950er Jahren, Blätterbücher, Hör- und Multimediastationen mit Zeitzeugenberichten und Schlagertexten vermitteln Alltags-, Kultur- und Designgeschichte. Kleine Exponate, die oft wunderbare Geschichten erzählen, kommen in Vitrinenschubladen „ganz groß raus". Hier entscheiden die Besucher, welche Seiten der Wolfsburger Geschichte sie entdecken möchten.

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