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Heimatmuseum Schöningen

 (Bildrechte: Stadt Schöningen)

Das Heimatmuseum Schöningen wurde im Jahre 1927 gegründet und befindet sich seit 1959 im Patrizierhaus unmittelbar am Marktplatz. In diesem liebevoll eingerichteten Museum können Sie mehrere Jahrhunderte deutsche Geschichte erleben.

Von Sauriern und Seelilien

Im Erdgeschoss sind Fossilien aus der Urgeschichte ausgestellt, z.B. die berühmten Seelilien aus dem Muschelkalk und die Saurier Notosaurus und Placodus. Eine kleine Treppe führt zur Vor- und Frühgeschichte, die eine Ausstellung der frühen Ackerbauern zeigt. Mittelpunkt ist das Skelett des Hoiersdorfer Bogenschützen. Der Schütze wurde vor 4.000 Jahren bestattet. Anhand seiner Überreste konnten nicht nur bedeutende Erkenntnisse über das Totenritual der Zeit gemacht werden. Vielmehr wurde ihm auch a lá CSI Schöningen „auf den Zahn“ gefühlt: Anhand seines Skeletts wurden Rückschlüsse auf seine Lebensumstände gezogen. Zahnschmerzen und Kreuzleiden gehörten dazu.

 (Bildrechte: Stadt Schöningen)
Seelilien und Saurierfragmente, Haifischzähne und Ammoniten als Zeugen der Urzeit. (Foto: Stadt Schöningen)

Von Arm und Reich

Eine wuchtige Eichentreppe lockt den Besucher in die oberen Räume des Hauses. Er betritt die Ausstellung bäuerlichen und bürgerlichen Wohnens mit Originalen aus der Stadtgeschichte Schöningens. Die Schere zwischen Arm und Reich ging weit auseinander. Eindrucksvolle Esponate veranschaulichen dies. Das historische Stadtmodell zeigt Schöningen im Mittelalter. Als Witwensitz der Welfenherzoginnen wird das Schloss präsentiert.

 (Bildrechte: Stadt Schöningen)
Wie lebte es sich vor 100 Jahren? (Foto: Stadt Schöningen)

Das Gebäude

Das architektonische Schmuckstück wurde 1593 von Georg Burckard von der Lippe im Stile der Weserrenaissance erbaut. Die Fassade wird beherrscht von einem Portal mit Sitznischen und einer reichhaltigen Verzierung im Rundbogen. 1638 kaufte die im Schöninger Schloss lebende Herzogin Anna-Sophie dieses Gebäude und richtete im  selben Jahr dort eine Lateinschule ein. 1639 wurde über dem Gebälk des Torbogens ein Schmuckgiebel aufgesetzt, der im Barockranken die vereinigten Wappen von Braunschweig und Kur-Brandenburg zeigt. Der Aufbau findet seinen Abschluss in der Gestalt einer Frau, die als Symbolfigur „Glaube und Wissen“ verkörpert und als Attribute Kreuz und Buch trägt.

 (Bildrechte: Stadt Schöningen)
Direkt am Schöninger Markt liegt das eindrucksvolle Gebäude, das im 17. Jahrhundert die erste Lateinschule beherbergte. (Foto: Stadt Schöningen)

Von Salz, Brot und Kohle

Im Obergeschoss werden die Landwirtschaft, eine Imkerei, Stellmacherei, Zimmerei, Schusterwerkstatt und eine ländliche Küche gezeigt. Der letzte Raum ist wie ein Klassenzimmer für den Biologieunterricht vor etwa 100 Jahren eingerichtet - mit Pult und Bänken. Die Geschichte des Braunkohleabbaus und der Salzgewinnung als wichtigste Wirtschaftsmotoren der Vergangenheit finden sich ebenfalls wieder.

 (Bildrechte: Stadt Schöningen)
So wurde vor 100 Jahren gelernt. Im Heimatmuseum kann man noch einmal die historische Schulbank drücken. (Foto: Stadt Schöningen)

Mitmachen und dabei sein

  • Führungen für Erwachsenengruppen
  • Aktivangebote für Kinder: Töpfern, Weben, Vorlesen oder „Schule wie früher“, Basteln
  • Museumsrallye
  • Kindergeburtstagsprogramm

Tipps

  • Kostenfreie Parkplätz am ZOB oder direkt in der Innenstadt
  • 3 Gehminuten vom ZOB
  • Direkt auf dem Schöninger Markt, zahlreiche gastronomische Angebote in der Nachbarschaft
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