Luthers Paulus oder Paulus, der Jude - Wer prägt die Kirche

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Vortrag, Diskussion, Lesung sonstige
In einem Laien-Seminar wird Prof. Dr. Klaus Wengst am Beispiel eines berühmten biblischen Textes die theologischen Wurzeln des christlichen Antisemitismus exemplarisch aufarbeiten, beginnend am Freitag, 1. März 2024 um 16.30 Uhr im Gemeindehaus von St. Katharinen. Weitere Termine sind geplant.
In einem Laien-Seminar wird Prof. Dr. Klaus Wengst am Beispiel eines berühmten biblischen Textes die theologischen Wurzeln des christlichen Antisemitismus exemplarisch aufarbeiten, beginnend am Freitag, 1. März 2024 um 16.30 Uhr im Gemeindehaus von St. Katharinen. „Dies lässt sich am besten mit dem Römerbrief machen“, erläutert Wengst sein Vorhaben, zu dem die Katharinengemeinde am Braunschweiger Hagenmarkt Interessierte einlädt. Die bis heute wirkmächtige Auslegung Luthers ist in der scharfen Auseinandersetzung mit der spätmittelalterlichen katholischen Kirche entwickelt worden und hat starke antijüdischen Impulse im evangelischen Glauben verankert. „Gegen die Papisten, unsere Juden“ – so Luther – wurde der Vorwurf von gnadenloser „Gesetzlichkeit“ und „Verdienstlichkeit“ erhoben und damit ein Zerrbild sowohl des Alten Testaments als auch der jüdischen Denk- und Glaubensweise gezeichnet. Dadurch wurde die evangelische Gnadenbotschaft, einer der großen Befreiungsimpulse der Neuzeit, zugleich gnadenlos antijüdisch und gehört mit zu den Quellen, aus denen der Antisemitismus sich speisen konnte. Erst nach dem Ereignis der Shoa (Holocaust) im 20. Jahrhundert hat in der evangelischen Theologie ein Umdenken eingesetzt, an dem der neutestamentliche Theologe Wengst (seinerzeit Bochum) in zahlreichen Publikationen der letzten drei Jahrzehnte prägend mitgewirkt hat. „Die Situation des Paulus war eine völlig andere als die Martin Luthers. Paulus war selbst Jude“, benennt er seinen Denkansatz. Von daher ist ein neues Verständnis sowohl der biblischen Grundlage als auch der christlichen Glaubensbotschaft zu entwickeln. „Es ist nicht ganz leicht, überkommene Denkgewohnheiten zu überwinden und Missverständnisse zu korrigieren“, weiß Gemeindepfarrer Werner Busch. Gerade angesichts gegenwärtig neu auflebender Judenfeindlichkeit sei eine biblisch begründete Partnerschaft der Kirche mit Israel und dem Judentum jedoch dringlich, ist er sich mit Wengst einig. Der Eintritt ist frei und die gut eineinhalb-stündigen Treffen sind jeweils thematisch in sich abgeschlossen, sodass auch punktuelle Teilnahme an den folgenden Terminen möglich ist: 1. März, 15. März, 12. April, 3. Mai, 31. Mai und 14. Juni, jeweils ab 16.30 Uhr.

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Veranstaltungskalender für die Region, ein Service der Allianz für die Region GmbH

Terminübersicht

Freitag, den 03.05.2024

16:30 - 18:15 Uhr

Freitag, den 31.05.2024

16:30 - 18:15 Uhr

Freitag, den 14.06.2024

16:30 - 18:15 Uhr

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Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Katharinen in Braunschweig

An der Katharinenkirche 4
38100 Braunschweig

053144669

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