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jakob-kemenate Braunschweig

 (Bildrechte: Stiftung Prüsse)

Die jakob-kemenate in Braunschweig - das heute wohl älteste, weltliche Gebäude Braunschweigs, versteckt hinter der jakob-kapelle.

Jakob Kemenate im Mittelalter

Im Jahre 1250 (Heinrich der Löwe ist gerade mal 55 Jahre tot, die St. Martini Kirche steht seit 20 Jahren) wird nur einen Steinwurf entfernt ein unscheinbarer Mauersteinbau errichtet, das heute wohl älteste weltliche Gebäude Braunschweigs: die jakob-kemenate, versteckt hinter der jakob-kapelle – dem Gemeindehaus von St. Martini.

Kemenaten dienten im Mittelalter als Fluchtpunkt vor Feuer und Überfällen, aber auch als Repräsentations-, Speicher- und Wohnbauten.

Erste Bank Deutschlands

Im 18 Jh. wurde sie dann zur ersten „Bank“ Deutschlands ausgebaut: Denn im Jahre 1765 gründete Herzog Karl der I. hier das Herzogliche Leyhaus – erstes Bodenkreditinstitut in Deutschland und Vorläufer der Nord/LB.

2. Weltkrieg

Das dunkelste Kapitel begann wohl in der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober 1944, als alliierte Bomberverbände nicht nach Berlin weiterflogen, sondern ihre todbringende Fracht über Braunschweig abluden. Im Hagel der Brandbomben versank 90% Braunschweigs in Schutt und Asche. Die Innenstadt war ein stilles, trostloses Gewirr von Schuttbergen, geborstenem Fachwerk und Eisenträgern, die wie Mahnmale in die Luft ragten.

Angeschlagen aber nicht völlig zerstört, versank die jakob-kemenate wie durch ein Wunder in einen 60jährigen Dornröschenschlaf, wurde vergessen und „überlebte“ so den Wiederaufbau der Stadt.

Happy End

Aber wie es sich für einen guten Film gehört, hatte die jakob-kemenate 2006 ein Happy End: Wiederaufgebaut, wird Sie heute als Stiftung von über hundert Ehrenamtlichen aus Braunschweig und Umgebung gehütet und als kultureller Veranstaltungsort und Begegnungsstätte geführt.

(Foto: Stiftung Prüsse)

Auszeichnungen

Ein Stück moderner Baukunst und ein architektonisches Erlebnis von überregionaler Qualität mit bereits mehreren Auszeichnungen:
1.) den IF Design Award in Gold
2.) die Nominierung zum  Niedersächsischen Staatspreis für Architektur  (zusammen mit dem Phaeno/Wolfsburg und der Gedenkstätte in Bergen-Belsen)
3.) den Niedersächsischen Preis für Denkmalpflege
4.) den BDA Preis Niedersachsen 2009 und
5.) den Peter Joseph Krahe Preis 2009

Aktion "Alles wird gut"

Aktion „Alles wird gut“ wird fortgesetzt

Die Stiftung Prüsse gibt unentgeltlich Aufkleber, Postkarten und Plakate ab, die den Menschen in der Corona-Krise Mut machen sollen.

Als die Corona-Krise 2020 begann, hat die Stiftung Prüsse den Menschen mit der Aktion „#alleswirdgut“ Mut gemacht. Die Krise hat das Land weiter im Griff und die Stiftung hat erneut Mut machende Plakate, Postkarten und kleine Aufkleber herausgegeben, die Interessenten unentgeltlich bei der Stiftung Prüsse bestellen können. Sie zeigen einen bunten Regenbogen über der Silhouette Braunschweigs, der in der Mitte ausläuft, darüber steht in roter Schrift „500 Tage“, darunter „Hoffnung, Leben, Liebe“. Der Regenbogen ist ein christliches Symbol des Friedens zwischen den Menschen und Gott.

Wer Karten, Aufkleber und Plakate bestellen will, kann sich an die Stiftung Prüsse wenden, Telefon 0531-22434842 oder E-Mail j.pruesse@stiftung-pruesse.de.

Weitere Infos auch unter kemenaten Braunschweig.

Mitmachen und dabei sein

  • Individuelle Führungen nach Vereinbarung auch in anderen Sprachen
  • Dauerausstellung „Das Abendmahl von Ben Willikens“