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Zonengrenz-Museum Helmstedt

 (Bildrechte: S.B.Tautz, Wolfsburg/Zonengrenz-Museum Helmstedt)

Das Museum zeigt in fünf Abteilungen die Geschichte der ehemaligen Innerdeutschen Grenze am Beispiel des Landkreises Helmstedt.

Das Museum

Neben Text- und Bildtafeln werden zahlreiche Originalobjekte, Fotos, Modelle und lebensgroße Darstellungen präsentiert. So entsteht ein anschauliches Bild der Grenze von ihrer Anfangszeit bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990.
Wechselnde Sonderausstellungen sowie eine Museums CD-Rom und Filmmaterial runden das Angebot ab.

Sonderausstellung: „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“

Das Zonengrenz-Museum Helmstedt präsentiert vom 14.7. bis 3.11. 2019 im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe zu 30. Jahrestag der Grenzöffnung die Sonderausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“.

Im Erinnerungsjahr 2019 veranschaulicht die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten, die die vergangenen 100 Jahre prägten und deren Intensität heute Politik und Gesellschaft herausfordert. Unsere Politik wird, so scheint es, zunehmend von Gefühlen bestimmt. Wir leben in Zeiten der Daueraufgeregtheit. Fakten werden durch gefühlte Wahrheiten infrage gestellt. Radikale aller Couleur finden mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer mehr Zuspruch. Die politische Mitte weiß mit den aufgeheizten Emotionen oft nichts anzufangen. Sie ist von der politischen Kultur der alten Bundesrepublik geprägt, in der das Gebot der Nüchternheit galt. Hier setzt die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ an, die Ute und Bettina Frevert für die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet haben. Ihr Anlass sind die zahlreichen Jahrestage, die 2019 dazu anregen, sich mit der Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland auseinanderzusetzen:

  • 100 Jahre Gründung der Weimarer Republik,
  • 90 Jahre Weltwirtschaftskrise,
  • 80 Jahre deutscher Überfall auf Polen und Beginn des Zweiten Weltkriegs,
  • 75 Jahre 20. Juli und Landung der Alliierten in der Normandie,
  • 70 Jahre doppelte deutsche Staatsgründung,
  • 30 Jahre Friedliche Revolution und
  • 15 Jahre EU-Osterweiterung.

„Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ wählt eine emotionsgeschichtliche Perspektive auf die vergangenen 100 Jahre. Die Schau verdeutlicht die politische und gesellschaftliche Wirkungsmacht von Emotionen wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut. Sie nimmt heutige Erscheinungsformen von 20 Gefühlen zum Ausgangspunkt und zeigt deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert auf: Konjunkturen, Wandel und Kontinuitäten. Die 2019 anstehenden Jahrestage bilden wichtige Bezugspunkte, stehen aber nicht im Zentrum. Die Ausstellung setzt die Forderung nach einem Gegenwartsbezug historisch politischer Bildungsarbeit konsequent um.

Prägnante Texte, ca.140 historische Fotos und Faksimiles regen dazu an, sich mit der Macht von Gefühlen in Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen. Gefühle, so die These, waren Motor politischer und gesellschaftlicher Reform-und Demokratisierungsprozesse. Aber sie waren stets auch Gegenstand politischer Instrumentalisierung und Manipulation, besonders seitens der politischen Extreme des 20. Jahrhunderts.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

(Foto: © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.)

Mitmachen und dabei sein

  • Führungen sind nach Absprache möglich (Entgelt 25,00 Euro).

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