Zum Inhalt springen

Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

 (Bildrechte: Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.)

Der gemeinnützige Verein hat das Ziel, Personen, Themen, Orte und Objekte deutsch-jüdischer Kultur in Geschichte und Gegenwart als wesentliche Aspekte der kulturellen Identität der Region Braunschweig-Wolfsburg sichtbar zu machen.

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

Das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. (IJN) hat sich 2016 als gemeinnütziger Verein gegründet. Regionale Institutionen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen sowie interessierte Privatleute aus den Landkreisen und Städten Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel engagieren sich darin für die Erforschung und Vermittlung der in Vergangenheit und Gegenwart reichen jüdischen Kultur und Geschichte. Für seine Arbeit kooperiert es mit deutschen und internationalen Partnern, insbesondere aus den USA (Leo Baeck Institute New York) und aus Israel (Hebrew University Jerusalem). Mit seinen Veranstaltungen – Rundgängen auf jüdischen Spuren, Ausstellungen, Vorträgen etc. – rückt das IJN eine Region in den Blick, in der jüdische Weltgeschichte geschrieben wurde.

Logo des Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. (Foto: Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.)

Veranstaltungen des Israel Jacobson Netzwerks

Das Israel Jacobson Netzwerk lädt regelmäßig zu Rundgängen „auf jüdischen Spuren“ ein. Heimatforscher und andere Spezialisten führen die Besucher dabei zu den oft vergessenen Schauplätzen jüdischer Geschichte. „In der Nachbarschaft“ ist jüdische Geschichte so viel besser zu erkunden als in einer fernen, abstrakten Gedenkstätte.

Vieles ist hier noch zu entdecken: Die Gebäude ehemaliger jüdischer Schulen, Synagogen, Betsäle sind an verschiedenen Orten erhalten. Auch jüdische Friedhöfe können spannend sein: In Goslar sind Grabmale aus dem 17. bis 20. Jahrhundert zu sehen, und eine der wenigen erhaltenen jüdischen Trauerhallen in Norddeutschland steht auf dem neuen jüdischen Friedhof in Braunschweig. Auch zahlreiche Orte der Verfolgung und Vernichtung im Zeichen des Nationalsozialismus sind in der Region zu finden – Denkmale, Stolpersteine und  KZ-Gedenkstätten.

Israel Jacobson und die jüdische Aufklärung

Vor allem in der Zeit der Aufklärung wurde in der Region jüdische Geschichte geschrieben: In Wolfenbüttel trafen sich der aufklärerische Schriftsteller und Bibliothekar an der Herzog August Bibliothek, Gotthold Ephraim Lessing, und sein Freund, der jüdische Philosoph Moses Mendelssohn in Lessings Wohnhaus. Lessing setzte dem Begründer der jüdischen Aufklärung in seinem Drama „Nathan der Weise“ mit der Figur des Nathan ein Denkmal. Auch die jüdische Aufklärung, die Haskalah, hatte im 19. Jahrhundert eines ihrer Zentren in unserer Region. Das Wirken des jüdischen Aufklärers und Reformers Israel Jacobson (1768-1828) ist damit unmittelbar verknüpft. Seine 1801 gegründete Seesener Freischule mit ihrer Schulsynagoge – dem Jacobstempel – waren wegweisend für die jüdische Verbürgerlichung und das Reformjudentum.

Ehemaliges Alumnatsgebäude der Jacobsonschule Seesen (errichtet 1889). (Foto: IJN)

Mitmachen und dabei sein

Unterstützen Sie unsere Arbeit durch Ihre Spende – machen Sie mit und werden Sie Mitglied im Israel Jacobson Netzwerk e.V.! Weitere Informationen finden Sie hier.