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Herzog August Bibliothek

 (Bildrechte: © Christian Bierwagen, Stadt Wolfenbüttel)

Die über 400 Jahre alte Bibliothek, benannt nach Herzog August d. J. zählt zu den hervorragenden historisch gewachsenen Bibliotheken mit großem Altbestand in Europa.

Über die Bibliothek

Durch ihre reichen Bestände ist sie eine Forschungs- und Studienstätte für europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.

Als achtes Weltwunder wurde die Herzog August Bibliothek schon vor gut 300 Jahren gefeiert. Sie war zur Zeit des Todes von Herzog August 1666 eine der berühmtesten fürstlichen Büchersammlungen und, was die Zahl der Drucke anlangt, wohl die größte Bibliothek der Welt, die Sammlung mittelalterlicher Handschriften gehörte zu den bedeutendsten in Europa.

Berühmte Bibliothekare

Als Bibliothekar wirkte in Wolfenbüttel der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz. Er ließ erstmals einen alphabetischen Katalog anlegen, ergänzte konsequent die Bestände um kostbare Erwerbungen von Handschriften und Drucken und sorgte schließlich auch für den Neubau der Bibliothek. Diese berühmte Bibliotheksrotunde, 1706-1710 errichtet, war das erste selbstständige profane Bibliotheksgebäude in Europa. Viele Gäste und Gelehrte besuchten die Bibliothek, unter ihnen Voltaire und Casanova, Mirabeau und Mendelssohn.

Auch Gotthold Ephraim Lessing war von 1770 bis zu seinem Tode 1781 hauptamtlicher Bibliothekar in Wolfenbüttel. Lessing hat vieles von den Schätzen der herzoglichen Bibliothek zutage gefördert und der gelehrten Welt bekannt gemacht.

Erhart Kästner kam 1950 nach Wolfenbüttel. Er setzte neue Akzente für die Bibliothek und gestaltete sie nach seinem Ideal einer "bibliotheca illustris". Er begründete auch die heute berühmte Malerbuchsammlung mit vielen kostbaren Stücken von Picasso bis Miro.

Seit 1989 ist die Herzog August Bibliothek unmittelbar dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstellt. Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer leitet die Bibliothek, die national und international heute eine hohe Reputation als Sammlung, als innovative Bibliothek und Forschungsstätte genießt, seit 1993. Ihren Gästen und Nutzern bietet sie ein umfangreiches und vielfältiges wissenschaftliches und kulturelles Programm

Mitmachen und dabei sein

  • Verschiedene Führungen (mit Voranmeldung)
  • Gruppenführungen nach Voranmeldung möglich